Wenn ich mit Reisenden über Island spreche, fällt mir immer wieder dieselbe Situation auf: Viele unterschätzen die Entfernung nicht wegen der Kilometer, sondern wegen der Vorstellung, Island liege irgendwo „weit draußen im Atlantik“. Tatsächlich ist die Reise von Düsseldorf nach Island deutlich unkomplizierter, als sie auf den ersten Blick wirkt. Ich erinnere mich an Gespräche mit Menschen, die vor ihrer ersten Islandreise noch überlegten, ob sie einen ganzen Reisetag für den Flug einplanen müssten. Die Antwort ist meistens beruhigend: Die Strecke ist gut machbar und gehört zu den angenehmeren Verbindungen in den Norden.
Die reine Flugzeit von Düsseldorf nach Island hängt natürlich davon ab, welcher Flughafen auf Island angeflogen wird, ob es einen Direktflug gibt und welche Wetterbedingungen herrschen. Für die meisten Reisenden ist der internationale Flughafen Keflavík das Ziel, da er etwa 50 Kilometer von Reykjavík entfernt liegt. Die durchschnittliche Dauer eines Direktflugs von Düsseldorf nach Keflavík beträgt ungefähr 3 Stunden und 30 Minuten bis 3 Stunden und 45 Minuten. Das klingt zunächst nach einer kurzen Verbindung – und genau so fühlt sich der Flug meistens auch an.
Die typische Flugzeit von Düsseldorf nach Keflavík
Wer zum ersten Mal nach Island fliegt, sollte zwischen der tatsächlichen Flugzeit und der gesamten Reisezeit unterscheiden. Das Flugzeug ist nicht vom Moment des Einsteigens bis zur Landung in der Luft. Boarding, Startvorbereitung, mögliche Wartezeiten auf der Startbahn und die Gepäckausgabe gehören ebenfalls zur Reise dazu.
Bei einem Direktflug ab dem Flughafen Düsseldorf startet das Flugzeug meistens in Richtung Nordwesten über die Nordsee. Je nach Route führt der Weg über Großbritannien oder nördliche Bereiche des Atlantiks. Nach etwas mehr als drei Stunden sieht man oft die ersten dunklen Lavafelder, Gletscherflächen oder die zerklüftete Küstenlinie Islands – ein Moment, der selbst bei häufigen Island-Reisenden nicht langweilig wird.
In meinen Gesprächen mit Reisenden merke ich häufig, dass gerade die kurze Flugdauer ein Vorteil ist. Man kommt nicht völlig erschöpft an und kann den ersten Tag noch nutzen. Trotzdem sollte man nicht den Fehler machen, direkt nach der Landung ein volles Programm einzuplanen. Das Wetter auf Island, die Anfahrt vom Flughafen und die ungewohnte Landschaft brauchen etwas Zeit zum Ankommen.
Direktflug oder Umstieg: Was verändert sich bei der Reisezeit?
Nicht jede Verbindung von Düsseldorf nach Island ist ein Direktflug. Je nach Saison und Flugplan gibt es unterschiedliche Angebote. Besonders außerhalb der Hauptreisezeiten können Verbindungen mit Zwischenstopp sinnvoll oder sogar notwendig sein.
| Verbindung | Durchschnittliche Reisedauer | Meine Einschätzung für Reisende |
|---|---|---|
| Direktflug Düsseldorf – Keflavík | ca. 3:30–3:45 Stunden | Die angenehmste Variante, besonders für eine kurze Islandreise |
| Flug mit Zwischenstopp | meist 5–8 Stunden oder länger | Kann günstiger sein, kostet aber deutlich mehr Zeit |
| Anreise über einen anderen deutschen Flughafen | abhängig von Verbindung und Umstieg | Manchmal interessant bei begrenzten Flugangeboten |
Ein Umstieg bedeutet nicht automatisch eine schlechte Verbindung. Wer flexibel ist, kann dadurch manchmal bessere Flugzeiten bekommen. Trotzdem würde ich für eine erste Islandreise nach Möglichkeit einen Direktflug wählen. Gerade wenn man nur fünf oder sechs Tage auf der Insel verbringt, möchte man die wertvolle Zeit nicht in Flughafenterminals verbringen.
Warum die Flugzeit nach Island manchmal unterschiedlich ausfällt
Die Angabe von dreieinhalb Stunden ist ein Durchschnittswert. In der Realität kann der Flug etwas kürzer oder länger dauern. Der Grund liegt vor allem in den Windverhältnissen über dem Atlantik. Ein kräftiger Rückenwind kann die Reise beschleunigen, während Gegenwind zusätzliche Zeit kostet.
Auch die gewählte Flugroute spielt eine Rolle. Piloten passen die Strecke regelmäßig an Wetterbedingungen und Luftverkehr an. Gerade im Norden Europas können sich Bedingungen schnell ändern. Island ist bekannt für wechselhaftes Wetter, und das betrifft nicht nur Wanderer und Autofahrer, sondern auch den Flugverkehr.
Ein kleiner praktischer Hinweis aus vielen Reiseplanungen: Wenn jemand einen Anschlussflug nach der Landung in Keflavík plant, sollte er nicht zu knapp kalkulieren. Selbst bei einer kurzen Flugstrecke können Wind, Enteisung im Winter oder eine längere Wartezeit bei der Gepäckabfertigung den Zeitplan verschieben.
Die beste Reisezeit und ihr Einfluss auf den Flug
Die Flugzeit selbst verändert sich durch die Jahreszeit kaum. Ob man im Juni unter der Mitternachtssonne fliegt oder im Februar wegen der Nordlichter nach Island reist, die reine Strecke bleibt ungefähr gleich. Trotzdem fühlt sich die Reise je nach Saison sehr unterschiedlich an.
Im Sommer sind die Tage lang und viele Reisende landen voller Energie, weil die Helligkeit kaum nachlässt. Im Winter kann die Ankunft dagegen ruhiger wirken. Wenn man am frühen Nachmittag landet, kann es bereits dämmrig sein, und die ersten Kilometer Richtung Reykjavík fühlen sich fast wie eine Fahrt durch eine andere Welt an.
Gerade im Winter empfehle ich, etwas mehr Puffer einzuplanen. Nicht wegen der Flugzeit, sondern wegen möglicher Verzögerungen nach der Landung. Starker Wind oder Schnee können die Weiterreise mit Mietwagen oder Shuttle beeinflussen.
Vom Flughafen Keflavík weiter nach Reykjavík
Viele fragen nach der Flugzeit und vergessen dabei den letzten Abschnitt der Reise. Der Flughafen Keflavík liegt nicht direkt in Reykjavík. Für die meisten Besucher kommen nach der Landung noch etwa 45 Minuten bis eine Stunde Transferzeit hinzu.
Diese Strecke ist allerdings kein lästiger Pflichtweg. Schon die Fahrt zeigt typische Eindrücke Islands: weite Lavafelder, kaum Bäume, Berge am Horizont und manchmal dampfende geothermische Gebiete. Für viele beginnt das Island-Erlebnis nicht erst in Reykjavík, sondern bereits auf dieser ersten Fahrt.
Wer einen Mietwagen übernimmt, sollte beachten, dass die erste Fahrt nach einem Flug besonders bei Dunkelheit oder schlechtem Wetter konzentrierte Aufmerksamkeit verlangt. Die Straßen sind gut ausgebaut, aber die Landschaft vermittelt manchmal ein falsches Gefühl von Leere und Entfernung.
Was sollte man für den Flug selbst einplanen?
Ein dreieinhalbstündiger Flug ist angenehm kurz, aber ein paar Kleinigkeiten machen die Reise entspannter. Eine warme Schicht im Handgepäck ist sinnvoll, denn Island kann sich direkt nach der Landung deutlich kühler anfühlen als Düsseldorf. Außerdem lohnt es sich, wichtige Dinge wie Medikamente, Kamera oder persönliche Unterlagen nicht im aufgegebenen Gepäck zu verstauen.
Viele Reisende kommen mit der Erwartung an, dass Island schon am Flughafen komplett anders wirkt. Der Flughafen Keflavík ist modern, aber nicht riesig. Die Abläufe sind meist unkompliziert, und gerade deshalb ist die Verbindung von Deutschland nach Island für viele überraschend angenehm.
Ich rate außerdem dazu, die erste Nacht nicht zu ambitioniert zu planen. Nach dem frühen Aufstehen für den Abflug, der Anreise zum Flughafen und den vielen neuen Eindrücken ist ein ruhiger Start oft die bessere Entscheidung. Island läuft nicht weg – die Landschaft ist auch am nächsten Morgen noch genauso beeindruckend.
Meine Einschätzung zur Verbindung Düsseldorf – Island
Die Strecke von Düsseldorf nach Island gehört zu den Verbindungen, bei denen die Entfernung größer wirkt, als sie tatsächlich ist. Innerhalb weniger Stunden wechselt man von einer dicht besiedelten Region Deutschlands in eine Landschaft aus Vulkanen, Meer und offenen Weiten.
Gerade für Reisende, die Island zum ersten Mal besuchen, ist die Flugzeit angenehm. Man verbringt keinen halben Tag im Flugzeug und verliert nicht mehrere Urlaubstage durch die Anreise. Die eigentliche Herausforderung liegt weniger im Flug als darin, die vielen Möglichkeiten der Insel sinnvoll zu planen.
Wenn ich eine Reise nach Island vorbereite, denke ich deshalb nicht zuerst an die Stunden im Flugzeug. Die drei bis vier Stunden vergehen schnell. Viel wichtiger ist der Moment nach der Landung: wenn man aus dem Terminal tritt, die kühle Luft spürt und merkt, dass die vertraute europäische Umgebung plötzlich hinter einem liegt. Genau dieser Übergang macht diese kurze Flugstrecke so besonders.
Illustrationen und Bilder: Magnific (https://www.magnific.com)
Neue Städte beginnen am besten ohne straffen Zeitplan und mit genug Platz für spontane Umwege. Besonders spannend sind kleine Cafés, ungewöhnliche Viertel und Orte, die in klassischen Reiseführern gern übersehen werden.
